Der Craniosacral-Rhythmus


Alles fließt, hinaus und hinein. Alles hat seine Gezeiten. Alle Dinge steigen und fallen. Der Pendelschwung manifestiert sich in allem. Die Schwingung nach rechts entspricht der Schwingung nach links. Rhythmus gleicht alle Dinge aus.“ (Peter Levin)

Zu den Grundeigenschaften des Lebens gehört die Rhythmik, die sich ständig in unserem Körper vollzieht. Beispiele dafür sind der Herzschlag, die Ein- und Ausatmung, der Monatszyklus der Frau, der Schlaf- und Wachrhythmus, auch mehrjährige Rhythmen wie der 7-Jahres-Rhythmus und der Craniosacrale Rhythmus. Manche dieser körpereigenen Rhythmen wie der Atem-, Herz-, und Craniosacrale Rhythmus sind ertastbar.

Durch den Craniosacralen Rhythmus, der bereits in der embryonalen Entwicklung beginnt, pulsiert unsere Lebenskraft und ist somit als dynamischer Ausdruck des Lebens zu verstehen. Die Bewegungsrichtung kann sich jederzeit spontan, nach einem kurzem Halt oder einem Ruhepunkt ändern.

Krankheiten und Einschränkungen verändern den Cranio-Rhythmus. Bereits bei der Geburt kommt es häufig zu Einschränkungen, so z.B. nach einem Kaiserschnitt, lang anhaltenden Wehen bei Zangen- oder Saugglockengeburten. Mögliche Folgen können Entwicklungsstörungen, Schreibabys, Lern- und Konzentrationsschwierigkeiten, Hyperaktivität, Augenproblematiken und Fehlstellungen des Kiefers sein. Aber auch jeder Sturz oder Unfall sowie chronische Muskelverspannungen verändern den Rhythmus des Liquors und können Beschwerden wie Kopfschmerzen, Nackenverspannungen, Migräne, Schwindel, Fehlhaltungen, Tinnitus, Depressionen oder Angstzustände hervorrufen.

Die „Primäratmung“ oder „Lebensatmung“, wie der Craniosacrale Rhythmus im Craniosacralen Modell noch bezeichnet wird, drückt grundsätzlich mit ihren verschiedenen Rhythmen immer Gesundheit aus. Durch sie wird immer nach dem „vollkommenen Bauplan der Existenz“, dem Ursprünglichen, der Ganzheit, gestrebt. Auf die optimale Harmonisierung des Gesamtorganismus bis auf die Zellebene ist die Primäratmung stets bedacht.

Für die Entstehung des Craniosacralen-Rhythmus gibt es verschiedene Theorien und Hinweise, welche Faktoren und Strukturen an dieser zeitlupenmäßig-langsamen Bewegung beteiligt sind. Was genau die Bewegungen dieses Rhythmus entstehen lässt, wo oder wodurch er gesteuert wird, konnte bis jetzt nicht endgültig geklärt werden. Der Entdecker des craniosacralen Rhythmus Dr. William G. Sutherland bezeichnete diese jedem Lebewesen innewohnende Kraft schlicht als "Atem des Lebens". 

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