Übung zur Wahrnehmung des Craniosacral-Rhythmus



Mit der folgenden Übung lade ich Sie ein, einen ersten Kontakt mit dem Craniosacral-Rhythmus herzustellen und ihn bei sich selbst zu erspüren. Bitten Sie Ihren Partner oder einen Freund, Sie langsam und mit ruhiger Stimme durch die folgende Übung zu führen.

Setz dich bequem auf einen Stuhl, beide Beine stehen fest am Boden, deine Hände ruhen sanft auf den Oberschenkeln.
Schließe nun deine Augen, nimm ein paar tiefe Atemzüge und lass alle die Anspannungen des Tages los, komm voll und ganz im Hier und Jetzt an.
Spüre deine Füße wie sie den Boden berühren, deine Unterschenkel, die Oberschenkel,
nimm dein Gesäß wahr, wie es sich auf dem Stuhl ausbreitet,
geh weiter mit deiner Aufmerksamkeit zu deinem Bauch,
deinem Brustkorb, deinen Schultern, deinen Armen.
Nur wahrnehmen, ohne zu bewerten.
Geh jetzt mit deiner Aufmerksamkeit zum Nacken und zu deinem Kopf.
Spür deine Augen, dein Kiefer, deine Mundhöhle.

Nimm jetzt noch einmal deinen ganzen Körper wahr, wie er sich jetzt im Moment anfühlt. Ganz egal was ist, es ist in Ordnung so.

Beobachte nun deinen Atemrhythmus, nimm wahr wie sich dein Brustkorb hebt und senkt. Vielleicht kannst auch deinen Herzschlag wahrnehmen, richte deine Aufmerksamkeit dorthin. Wo spürst du ihn? Im Brustkorb, im Halsbereich, vielleicht spürst du ihn auch da wo deine Hände aufliegen. Ist es dir möglich die Bewegung des Atems und den Herzschlag gleichzeitig zu spüren? Verweile nun hier für einige Zyklen und erlaube dir einfach wahrzunehmen. Alles was ist darf sein.

Richte jetzt deine Aufmerksamkeit ganz in deine Hände, spüre den Kontakt zu deinen Oberschenkeln. Nimm jeglichen Berührungsdruck weg; er ist in einem verbundenen Zustand überflüssig. Die Berührung wird dadurch noch sanfter.

Lade nun die berührten Strukturen ein, sich zu deinen Händen hin auszudehnen, zu weiten.
Versuche, völlig mit dem Gewebe zu verschmelzen. Nimm dir die Zeit, die du brauchst, um zu spüren, wie deine Hände und deine Oberschenkel eine Einheit bilden.

Vielleicht spürst du Wärme, Kälte, leichte Zuckungen, Verhärtungen oder ein Weicher werden des Gewebes, ein Pochen oder Pulsieren, Schwere oder Leichtigkeit. Oder du empfindest ein Strömen und Fließen von Energie in deinem Körper.
Nimm einfach wahr und bleibe mit deiner Aufmerksamkeit weiterhin dort, wo deine Hände liegen, ohne etwas zu verändern.

Lenke deine Aufmerksamkeit nun auf eine langsame feine Bewegung im Körper. Spürst du an deinen Oberschenkeln vielleicht eine langsame Außenrotation oder eine langsame Innenrotation, ein Weiterwerden und sich Zusammenziehen, wie der Flügelschlag eines Schmetterlings. Dies ist wahrscheinlich der Craniosacral-Rhythmus, mit seinen langsam fließenden Bewegungen wie Ebbe und Flut. Vielleicht spürst du dieses langsame Fließen für einige Sekunden und genießt einfach die Entspannung. Es gibt nichts zu tun, erlaub dir einfach zu lauschen und wahrzunehmen. Du bleibst geerdet, zentriert und gelassen.

Mit ein paar tiefen Atemzügen richtest du nun deine Aufmerksamkeit wieder nach Außen, und nimmst deine Umgebung wahr. Komme langsam in deinem Tempo wieder zurück und öffne in deiner Zeit die Augen.

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